Newsletter No. 52

Liebe Grüne Freund*innen, Unterstützer*innen, Wähler*innen!

Gar nicht so einfach, nach dieser Wahl eine abgewogene Bewertung zu formulieren. Was für irre Wendungen!

Ja – die Grünen haben gewonnen. Fast sechs Prozent Zuwachs, 118 Sitze. Das ist ein stolzes Ergebnis.
Ja – die Grünen haben Machtoptionen gewonnen. Unter den gegebenen Umständen mag das verhandlungstechnisch sogar eine ganz komfortable Situation sein. Wenn die Einen nicht wollen, verhandeln wir eben mit den Anderen.
Aber…

…nein – wir haben es offenbar nicht geschafft, weitere Wählerschichten davon zu überzeugen, dass es jetzt „um die Wurst“ geht, dass jetzt die wichtigen Schritte getan werden müssen, wenn wir noch das Klimaziel von Paris retten wollen (Und das ist ja längst nicht gut!). Frust für alle, die mal an 28% geglaubt haben.

…nein – das war kein guter Wahlkampf, das war eine unerfreuliche Mischung aus persönlichen und strukturellen Fehlern. Da waren die unansehnlichen Plakate und das unsägliche »Kein-schöner-Land« noch die geringsten Probleme. Das ist schade und extrem bedauerlich.

Aber…

…wir in Linden haben das zweitbeste Ergebnis im Landkreis geholt: 17,3% aller Stimmen entfielen auf BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (nur Heuchelheim hatte mehr: 17,9%). Damit haben wir den Bundestrend übertroffen.

…bei uns hat die grüne Kandidatin für das Amt der Landrätin 22,5% der Stimmen erhalten – ziemlich genau ihr Gesamtergebnis. Also: Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.

…bundesweit ist zumindest eine Chance auf Gestaltung der Zukunft entstanden. Wir werden auch da wieder Kompromisse eingehen müssen und uns über die FDP ärgern. Aber Recht haben alleine ist auch noch keine Lösung.

 

Für uns in Linden muss es jetzt darum gehen, in der Stadt die Weichen richtig zu stellen. Ackerland vor Versiegelung zu bewahren, Klimaneutralität zeitnah zu erreichen, den Energieverbrauch zu drosseln, Wald, Feld und Wiesen zu schützen, den Radverkehr neu zu organisieren, den ÖPNV zu verbessern.

Wer möchte dabei helfen? Wir freuen uns über alle Menschen, die mit uns gemeinsam an diesen Zielen arbeiten wollen. Es gibt genug zu tun – denn nach der Wahl ist vor der Wahl. Meint jedenfalls

Euer/Ihr
Dr. Christof Schütz

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.