Newsletter No. 59

Liebe Grüne Freund*innen, Wähler*innen, Unterstützer*innen!

Allem Gemaule zum Trotz: Die Bahn ist ein prima Verkehrsmittel!
Ja, es gibt die unerfreulichen Zustände nicht funktionierender Toiletten u.v.m., ja, die Pünktlichkeit ist sicherlich verbesserungswürdig; ja, der öffentliche Nahverkehr kann noch um so vieles besser werden. Aber mal ehrlich: Wann habt Ihr zum letzten Mal im Stau gestanden, seid minuten- oder stundenlang gekreist um einen Parkplatz zu finden? Oder habt auf der Rastanlage eine unsaubere Toilette ohne Papier vorgefunden?
Nun wird das 9-Euro-Ticket schlecht geredet, oft schon, bevor es überhaupt eingeführt wurde – das ist so typisch deutsch! Statt einfach mal zu schauen, wie es geht, was es macht, was daraus wird.

Das ist zugleich auch das Thema dieses Newsletters.

Verkehrsversuch in Gießen? – Schon stehen alle Leserbriefschreiber*innen schäumend und schützend vor den althergebrachten und heiligen Vorrechten der Autofahrer.

Windkraftanlagen in Fernwald? – Jetzt macht sich die FDP schon Gedanken, ob der Investor da auch genug Rendite kriegt. Wie durchschaubar. Natürlich sollen die Spargel überall errichtet werden, solange es nicht bei uns ist.

Aufgabe von Gewerbegebietsflächen Pfaffenpfad? – Nur kein Verzicht. Alles offenhalten. Sonst könnten die anderen ja den Reibach machen, wenn der Investor mit Gewerbesteuer lockt. Wie kurzsichtig.

Bauprojekt »Sudetenstraße«? – Auch hier viel Emotion, persönliche Interessen und wenig Abwägung. Da tun wir uns in der Fraktion merklich schwerer. Die Entscheidung für oder gegen das Projekt ist absolut nicht trivial. Vielleicht müssen wir es ablehnen, vielleicht können wir die Bedingungen so weit verbessern, dass es vernünftig ist zuzustimmen. Aber bis dahin wird noch viel Arbeit sein. Wir werden uns um eine gute, zukunftsweisende Entscheidung mühen. Entscheidend ist, was »hinten rauskommt« und im städtebaulichen Vertrag vereinbart wird.

Kurzum: Bereitschaft zum Neuen, zum Ungewohnten, auch dazu, Fehler zu machen, die, wie wir gelernt haben, nur eine Form von Erfahrungen sind: Das wünsche ich mir für die Zukunft. Dazu die Bereitschaft, auf die Dinge zu verzichten, die die Umwelt, die Natur und den Artenschutz beeinträchtigen.

Da wäre viel zu tun, meint jedenfalls Euer/Ihr

Christof Schütz

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