Verkehrssituation in Linden

SCHLAPPE FÜR DIE GROSSE KOALITION

So kann´s gehen. Der große Sprung von CDU und SPD, aus dem Hut gezaubert nach der Kommunalwahl, endet blamabel.

Bereits die Einbringung des Antrags für die Kommission „Linden 2036“ im Parlament geriet zum Debakel. Schon in den Ausschüssen war klar, dass das Parlament den Magistrat gar nicht beauftragen kann, eine solche Kommission zu gründen. Flugs wurde in der Sitzung des Parlaments aus dem Auftrag eine „Empfehlung“ – die gibt’s aber in der Hessischen Gemeindeordnung nicht. Auf diesen Hinweis von Dr. Christof Schütz, Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, wurde das Ganze dann mal eben in „Prüfauftrag“ umbenannt. Und jetzt musste sich die Große Koalition auch noch vom Hessischen Städte- und Gemeindebund bescheinigen lassen, dass dieses Vorgehen keinesfalls rechtmäßig ist. Peinlich. „Als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet…“, so Volker Heine in der letzten Sitzung der Fraktion vor der Sommerpause.

Beim „Kronenwirt“ diskutierten die Lindener Grünen speziell das Thema Verkehrssituation in Linden.

Mehrere Schwerpunkte wurden benannt und analysiert.

  1. Querungshilfen für Fußgänger v.a. im Bereich der Kreisel zwischen Leihgestern und Großen-Linden:

Hier haben Eltern mit Kinderwagen oder ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Rollatoren keine Chance, sicher über die Straße zu kommen. Einerseits können Fahrzeuge in diesem Bereich bis 100km/h fahren, gerne werden die Kreisverkehre geschnitten; andererseits hat auf Grund der Höhe der Kreisel kein Fußgänger die Möglichkeit, herannahende Fahrzeuge zu sehen. So kommt es wiederholt zu gefährlichen Begegnungen für diese Verkehrsteilnehmer.

  1. Bepflanzung der Kreisel:

Abgesehen von ästhetischen Überlegungen hinterlassen die Kreisel im Lindener Stadtgebiet eher einen bedauerlichen Eindruck – ungepflegt, phantasielos, lieblos bepflanzt oder dem Wildwuchs überlassen. Unerfreuliches Entrée für unsere Kommune. Wie es besser geht, zeigen uns die Nachbargemeinden.

  1. Verkehrsbelastung in der Hauptstr. in Leihgestern

In diesem Bereich besteht Handlungsbedarf, da dieser Streckenabschnitt vermehrt von „Rasern“ heimgesucht wird, die von 50 km/h nicht viel halten. Über eine Erweiterung der 30 km/h-Zone muss nachgedacht werden.

  1. Verkehrssicherheit:

Trotz aller Versprechungen (zuletzt in einem Schreiben vom Februar 2016) hat der Bürgermeister als Ortspolizeibehörde seine vollmundigen Versprechungen bzgl. der Sicherung der Wege für Kindergarten- und Schulkinder nirgend umgesetzt. Der zugesagte Blitzer vor der Kita „Die Mäuschen“: Fehlanzeige. Die Einrichtung einer entsprechenden Anlage im Bereich der Ortseinfahrt von Langgöns? Fehlanzeige.

Stattdessen ein sogenannter Verkehrsversuch im Tannenweg, der vollkommen unüberlegt begonnen aus Gründen der Gefährdung von Fußgängern nach kürzester Zeit wieder abgebrochen werden musste.

Solche Dinge passieren, wenn hinter beliebigen Einzelmaßnahmen kein Verkehrs-Konzept steht.

Nach Meinung von SPD und CDU bedarf es ja eines solchen Konzeptes nicht. Das wollte man gerne in die „Große Kommission“ der Großen Koalition versenken.

Die Ergebnisse sind zu besichtigen.

Wie zukunftsweisende Politik geht, konnte man stattdessen in der letzten Stadtverordnetensitzung sehen. Zwei grüne Anträge – „Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der KiTa Regenbogenland“ und „Verschönerung der Außenfassade der KiTa Regenbogenland“: Konkrete Maßnahmen für eine Verbesserung eines grünen Lindener Leuchtturm-Projektes. Dafür brauchen wir keine Kommission.

V.i.S.d.P. Dr. Christof Schütz, Am Lückenberg 18, 35440 Linden

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