Martin Häusling über Landwirtschaftspolitik der EU

Der Grüne Europaabgeordnete Martin Häusling wird am 04.06.2024 um 19:00 Uhr in 35415 Pohlheim, am Obersteinberger Hof über die Europäische Landwirtschaftspolitik und deren Auswirkung auf die heimischen Betriebe sprechen.

Im Dialog mit Vertretern der heimischen Landwirtschaft (Daniel Seipp, Vorsitzender Kreisbauernverband Gießen/Wetzlar/Dill) und Vertretern der Landjugend soll auch die Situation der heimischen Landwirtinnen und Landwirte beleuchtet werden, genauso wie die Zukunftsperspektiven der jungen Generation auf den Höfen. Die Veranstaltung bietet Gelegenheit für Bürgerinnen und Bürger, direkt mit einem der profiliertesten Umwelt- und Landwirtschaftspolitiker in der Europäischen Union, sowie den Landwirten vor Ort ins Gespräch zu kommen und sich über aktuelle europäische Entwicklungen und Herausforderungen zu informieren.

Die Veranstaltung richtet sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger und ist selbstverständlich kostenfrei. Es besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Ideen einzubringen und sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen.

Zur Person

Martin Häusling, geb. 1961 in Bad Wildungen, ist gelernter Agrartechniker. Der Familienbetrieb, der Kellerwaldhof, wird seit 1988 nach Bioland-Richtlinien bewirtschaftet, seit 1999 wird eigener Käse hergestellt und seit einigen Jahren im Wesentlichen von den Söhnen geleitet.

Von 2003-2009 Mitglied des Hessischen Landtags, fachpolitischer Sprecher für Landwirtschaft, Europa, Verbraucherschutz sowie ländliche Räume und Gentechnik. Mit der Europawahl vom 7. Juni 2009 wurde er in das Europaparlament gewählt. Dort ist er Mitglied im EU-Agrarausschuss sowie Mitglied im EU- Umweltausschuss und agrarpolitischer Sprecher der Fraktion Die Grünen/EFA.

Ganz aktuell sagt er:

„Die Abstimmung zur Entkernung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) von wesentlichen Umweltauflagen macht deutlich, dass auf EU Ebene die Abkehr von Klima- und Umweltschutz und eine Rückabwicklung des Green Deals bereits im vollen Gange ist. Unter dem Deckmantel des Bürokratieabbaus werden als Reaktion auf die Bauernproteste kurzerhand Umweltauflagen geschleift. Freuen darüber können sich die Big Player der Agrar- und Ernährungsindustrie, denn das Kernproblem der Landwirtinnen und Landwirten – zu niedrige Einkommen – bleibt ungelöst.

Der Kreisverband von Bündnis 90/ Die Grünen ruft zur Teilnahme an der Europawahl am 09.06.2024 auf:

Christian Zuckermann (Kreisvorstand)

„Erhalten, was uns erhält! Ohne gesunde Ökosysteme haben wir kein Trinkwasser, keine fruchtbaren Böden und keine saubere Luft. Ökosysteme speichern klimaschädliche Treibhausgase und mildern die Folgen von Extremwetterereignissen ab. Die Natur ist unsere Verbündete im Kampf gegen die Klimakrise. Europa braucht eine Gemeinsame Agrarpolitik, die nachhaltiges Wirtschaften belohnt, eine Pestizidzulassung nach wissenschaftlichen Standards und eine bessere Vernetzung unserer Schutzgebiete.“