
LINDEN und die Straße von Hormuz
Die Lindener Grünen starten in die neue Legislatur. Dazu gab es eine gemeinsame Tagung von Stadtverordneten, Magistrat und Gästen – wie immer bestens versorgt im Sportheim der TSG Leihgestern.
„Das Wichtigste vorweg: Grüne Themen sind relevanter denn je!“, das war das Eröffnungsstatement des Fraktionsvorsitzenden der Lindener Grünen, Dr. Christof Schütz. „Angesichts der Weltlage, des Irrsinns eines Krieges am persischen Golf, der Sperrung der Straße von Hormuz wird aktuell unübersehbar, wie abhängig wir auch in Linden von fossilen Energien sind“.
Der Blick auf die Treibstoffpreise lässt keinen Zweifel: Der Lindener Weg, der seit Jahren maßgeblich von Grünen gebahnt wurde, ist genau richtig. Der Dreiklang von Energiegewinnung aus Solarenergie (Solarpark I und II), Photovoltaik auf Gebäuden (demnächst tatsächlich nach über 10 Jahren auch auf den „neuen“ Kitas) und Windkraft (Beteiligung an der WKA Staufenberg) wirft ordentlich Rendite ab und liefert einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung unserer Stadt. Notwendig sind begleitende Maßnahmen der Energieeinsparung, die wir durch die regelmäßig erstellten Energieberichte kontrollieren. Auch Tempo 30 innerorts spart Treibstoff. Und natürlich, naturgemäß hilft den Menschen in der Stadt ein funktionierender ÖPNV, hilft eine gute Radwege-Infrastruktur Sprit zu sparen. Selbstverständlich müssen wir aber auch in Linden zusätzlich neue Wege zur Energie-Speicherung beschreiten.
Dass Klimaschutz Menschenschutz ist, wird an den Erfahrungen der Hitzeereignisse der vergangenen Jahre deutlich. Mehr Grün in die Stadt, Entsiegelung, Begrünung öffentlicher, bisher trostloser Steinflächen – es gibt unendlich viel zutun, um unsere Stadt auch unter verschärften klimatischen Bedingungen lebenswert zu erhalten.
„Jeder Balkon, jeder Garten zählt im Kampf gegen die Klimaerwärmung“, das ist die Devise, die Katrin von der Decken, stv. Fraktionsvorsitzende, vertritt.
Dass sich alle Menschen – gleichgültig woher sie kommen – in unserer Stadt wohlfühlen, ist eine Frage des politischen Klimas. „Linden bleibt bunt“ – da können sich die Demokratiefeinde auf den Kopf stellen. „Dafür sorgen wir Grüne gemeinsam mit allen, denen Demokratie, Menschenrechte und Menschenwürde von Bedeutung sind“, so Axel Globuschütz, stv. Stadtverordnetenvorsitzender.
Und konkret? Mit dem Vorsitz im Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss übernehmen die Grünen mit Volker Heine (Vorsitz) und Katrin von der Decken die Verantwortung in einem zentralen Bereich städtebaulicher und gesellschaftlicher Entwicklung.
Mit Dennis Dern und Michael Wolter im Magistrat schaffen sie ein grünes Gegengewicht gegen eine Mehrheit, die mit grünen Themen wenig am Hut hat. Im Haupt-, Finanz- und Sozialausschuss sitzen Dr. Cornelia Marck (als stv. Ausschuss-Vorsitzende) und Karla Sell. Der ist besonders wichtig, weil es da ums Geld geht – und damit um alles.
Und mit einer Fraktion, die seit Jahren die politische Diskussion in Linden prägt, werden die Grünen in den nächsten fünf Jahren dafür sorgen, dass Klima-, Umwelt- und Naturschutz, soziale Themen und zukunftsgerichtete Politik den Rahmen finden, der ihnen zusteht.
„Gemeinsam geht´s“, so Dr. Christof Schütz, der in seinem Schlusswort auch die positiven Signale im Rahmen der Vorbereitung der neuen Stadtverordnetenversammlung und der Ausschüsse würdigte. „Die fortschrittlichen Kräfte im Parlament können und wollen miteinander arbeiten. Darauf freuen wir uns. Und wir geben den Demokratiefeinden keine Chance!“
V.i.S.d.P Dr. Christof Schütz, Am Lückenberg 18, 35440 Linden