Newsletter No. 47

Liebe Grüne Freund*innen, Unterstützer*innen, Wähler*innen!

War ich im letzten NEWSLETTER noch zufrieden, dass wir die konstituierende Sitzung der Lindener Stadtverordnetenversammlung erfolgreich hinter uns gebracht haben, so hatte ich nicht mit der Qualität unserer Stadtführung gerechnet.

Leider war nämlich die Ernennung und Vereidigung des Magistrats und des Wehrführers der Feuerwehr nicht rechtskonform. Nachdem bereits bei der Eidesformel der falsche Text vorgesprochen worden war, hat dann auch noch die falsche Person die Ernennungsurkunde unterzeichnet. Das hätte ein Stadtrat mit dem Bürgermeister tun müssen. Unterschrieben haben aber Bürgermeister (Verwaltungsjurist!) und Stadtverordnetenvorsteher. Auch der obligatorische Händedruck unterblieb. Ergebnis: Alles zurück auf Null, die Ernennung und Beurkundung musste am 18.5. wiederholt werden. Und als ob das nicht schon peinlich genug wäre, mussten nun auch noch mehrere Magistratsvorlagen nachgebessert werden, weil sie nicht korrekt formuliert waren. Dass den ehrenamtlichen Parlamentariern Beratungsunterlagen zu spät und/oder nicht vollständig zugeleitet wurden, ob wohl sie seit November bei der Stadt eingereicht worden waren (Baugebiet „Am Bahnhof“), rundet das Bild ab.

Was soll man sagen? Volljurist.

Gute Nachrichten gibt es aber auch. Im dritten Anlauf wurde Axel Globuschütz einstimmig zum Ausschussvorsitzenden des Haupt- und Finanzausschusses bestimmt. Diesmal hatte keiner der Beteiligten vorher ein Ehrenwort abgegeben (wie 2018 die FW) noch den Termin verpennt (wie 2020 die FDP). Damit stellen wir an maßgeblicher Stelle die Ausschuss-Leitung und können damit z.B. auch Einfluss auf die Themen und Tagesordnungen nehmen.

Weiter: Es gibt ein neues Format grüner Öffentlichkeitsarbeit. Der Titel heißt „GRÜNFLÄCHEN“ und wird in Zukunft regelmäßig als Online-Format zu aktuellen Themen lokaler und regionaler Politik stattfinden. Gedacht ist diese Veranstaltungsform als niedrig-schwellige Möglichkeit für Politik-Interessierte, sich frühzeitig mit anstehenden Problemfeldern und Entwicklungen zu befassen. Wir beginnen am 19.5.2021 um 20.00 Uhr mit einer Sitzung zum Gewerbegebiet „Pfaffenpfad“. Teilnahme ist möglich mit einem Link für die ZOOM-Konferenz, der in der Mail genannt ist – und der für alle Folgetermine gleich bleibt.

Auch die „GRÜNE SOßE“ ist nicht vergessen. Unsere nächste Veranstaltung – ebenfalls noch online – wird am Freitag, dem 25.6.2021, um 19:30 Uhr stattfinden. Es ist uns gelungen, wieder einen hochrangigen Referenten zu gewinnen:

Dr. Heino Steinmetz referiert zum Thema

Feldwege und Gräben als Verbundelemente in der Feldmark

Anmeldungen bitte unter www.gruene-linden.de
oder per Mail an christof.schuetz.gyn@t-online.de.

Darauf freut sich schon heute….

Ihr/Euer Dr. Christof Schütz (V.i.S.d.P.)

Einladung: Themenabend »Gewerbegebiet Pfaffenpfad«, 19.05.21, 20:00 Uhr

Mit den Themenabenden »Grünfläche« eröffnen wir online eine Plattform für aktuelle Fragen, die wir mit unserer erweiterten Fraktionsgruppe und Gästen in Videokonferenzen diskutieren möchten.

Diesmal: Das Gewerbegebiet Pfaffenpfad, das plötzlich wieder im Haupt- und Planungsausschuss der Regionalversammlung Mittelhessen »aufploppte«: Dort wurde vorgeschlagen, das fast 50 Hektar große Gebiet, das sich von Großen-Linden entlang der A45 fast bis zum Gewerbegebiet »Rechtenbacher Hohl« erstreckt, interkommunal von Gießen und Linden gemeinsam zu erschließen.

Ein weiterer Flächenfraß in diesem Ausmaß auf bestem Ackerboden? Die strategische Umweltprüfung schlägt eben darum einen Verzicht der Fläche vor – allerdings werden von der Regionalversammlung als Argumente für eine Erschließung genannt: »Bestlage« an Autobahn und nahe dem Oberzentrum Gießen, große Entfernung zur Wohnbebauung, geeignete Größe – und fehlende Alternativen. Die Stadt Linden habe sich bereits selbst dafür ausgesprochen.  In Linden bestehe Bedarf an weiteren 7 ha – die große Fläche Pfaffenpfad könne daher gemeinsam mit Gießen entwickelt werden, eine Erschließungsstraße über Linden könne dann entfallen.

Wir sind ganz und gar nicht einverstanden! Höchste Zeit also zu besprechen, was genau geplant ist und wie wir das Megaprojekt abwenden können.

Für einen Link zur Veranstaltung schickt bitte eine Mail an diese Adresse
gruene-linden@t-online.de

Wie viel Ackerfraß können wir uns noch leisten?

Newsletter No. 46

Liebe Grüne Freund*innen, Unterstützer*innen, Wähler*innen!

Es ist geschafft. Die neue Stadtverordneten-Versammlung hat sich konstituiert. Durch Eure Unterstützung haben wir die Zahl unserer Sitze verdoppelt, statt einer nun zwei Personen im Magistrat, wir besetzen die Stelle des ersten stellvertretenden Stadtverordneten-Vorstehers, werden gemäß der interfraktionellen Absprache den Vorsitz im wichtigsten Ausschuss des Parlaments, dem Haupt- und Finanzausschuss bekommen und verfügen in allen Ausschüssen nun über zwei Stimmen.

Schöner Erfolg.

Und noch mehr Besonderheiten sind zu berichten: In unserer Fraktion sind fünf der acht Sitze mit Frauen besetzt – alle anderen Parteien haben zusammen(!) weniger weibliche Mitglieder. Das habt Ihr mit Euren Stimmen kumuliert. Außerdem wird unser zweiter Magistratssitz „weiblich“ – dafür sorgt Beatrice Tobisch, die sich bereiterklärt hat, diesen arbeitsaufwändigen Job gemeinsam mit Michael Wolter zu machen.

Danke dafür.

In der Vorbereitung dieser Legislatur gab es auch einige Besonderheiten. Noch nie hat sich die Mehr- heitsfraktion darauf eingelassen, Positionen des Parlaments paritätisch nach Stärke der Fraktionen zu besetzen. Linden, das war CDU-Eigentum. Andere Parteien hatten keinen Anspruch. Opposition war so etwas wie Majestätsbeleidigung. Erstmalig in der mehr als 40jährigen Geschichte hat es nun Gespräche der CDU mit uns GRÜNEN gegeben, werden diese Ämter demokratisch verteilt. Ein historisches Ereignis.

Geht doch.

Wie es weiter geht? Das werden wir sehen. Die Fraktion und ihr Unterstützer*innenkreis arbeiten gerade daran, die politischen Ziele in konkretes Handeln umzusetzen. Dabei geht es nicht nur um Anträge und Anfragen, sondern wir wollen auch so bald als möglich wieder unsere nächste „Grüne Soße“ – Veranstaltung starten. Es soll auch wieder „Ins Grüne“ gehen und wir werden zum Ende des Jahres den 40. Ge- burtstag unseres GRÜNEN-Ortsverbands mit Euch feiern.

Und vielleicht haben wir bis dahin ja auch eine grüne Bundeskanzlerin… …. hofft jedenfalls Euer

Christof Schütz

Tag des Unkrauts!

Unkraut?

Von wegen – Wildkraut ist doch der passendere Name! Na klar, einige Pflanzen machen sich überall da breit, wo wir unsere Kulturpflanzen anbauen oder einen Ziergarten pflegen möchten. Aber: Auch geschmähte Arten spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem. Zum Beispiel durch ihre Fähigkeit offenen Boden („Ruderalflächen“) in Nullkommanichts zu begrünen und damit den Boden schnellstmöglich zu schützen. Oder indem sie Nahrung und Schutz für zahlreiche andere Lebewesen bieten. Häufig begleiten sie unseren Siedlungsbereich schon seit Jahrhunderten. Viele Arten sind essbar oder wurden traditionell als Heilkräuter genutzt. Bewundern wir also ihr Durchhaltevermögen – und auch ihre Schönheit.